Chronik 1820 bis 1930
| 1820 | wurde der letzte Ordenspriester pensioniert und ein Weltpriester Hw.H. Anton Kerschbaumer übernimmt die Pfarre. | |
| 1827 | Der Geometer Anton Parea legt die erste Katastralmappe für die Katastralgemeinden Baldramsdorf und Gschieß an. | |
| 1849 | Hochwasser! - Die Schwaiger Draubrücke wird zum Teil, die Gschießer Draubrücke ganz weggerissen. | |
| 1850 | In Faschendorf wurden zwei Römersteine gefunden und von Fürst Alphons Gabriel v. Portia in seine Burg nach Spittal gebracht und am Gebäude knapp über dem Boden eingemauert. Die Römersteine sind zwei Reliefplatten mit guter Ausführung, in zwei runden Rahmen die Büste des Sommers und des Herbstes. Sie gehörten einem römischen Grabhaus an. | |
| 1851 | Bürgermeisterämter werden errichtet. Baldramsdorf wird eine selbständige Gemeinde. 1. Bürgermeister Josef Lampersberger vlg. Hanselebauer aus Faschendorf. (1851 - 1861) |
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| 1861 | Die Gemeinde Baldramsdorf wird mit der Großgemeinde Spittal vereinigt. |
| 1882 | Große Überschwemmung. Baldramsdorf war eine Woche von Spittal abgeschlossen, da die „Draubrüggen“ weggerissen war. Die Wildbäche brachten viel Schotter und Geröll. |
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| 1884 | Kirchturmbrand: „2. Oktober - 18:45 Uhr. In der Streuhütte bei vlg. Riepl bricht ein Feuer aus, dass in kürzester Zeit das anliegende Meierei- und Wohngebäude des Michael Feichter vlg. Meßnerpeter und den Kirchturm ergreift. In wenigen Minuten stand der hölzerne Kirchturm in Flammen, die Glocken träufelten und stürzten zu Boden. Die Feuerwehr von Spittal unter der Leitung des Herrn von Grebmer erschien in Anbetracht der Entfernung und des schlechten Weges in unglaublich schneller Zeit. Der k.k. Bezirkshauptmann und der k.k. Bezirksarzt erschienen am Brandplatz.“ |
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| 1885 | Mit dem Bau des neuen Turmes wird begonnen. Der Bau wird im selben Jahr fertiggestellt. Im September - Weihe des neuen Kirchturmes und der 3 neuen Glocken. Michael Kleinsasser, Besitzer der Michelebauerhube zu Baldramsdorf, vergoldet unentgeltlich das Turmkreuz. Von ihm stammt auch der Entwurf für den neuen Kirchturm. Ein heimischer Künstler - zahlreiche Zeichnungen und Gemälde sind im Privatbesitz des H.Hans Kleinsasser in Baldramsdorf. |
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| 1903 | Große Überschwemmung in Oberkärnten. Die Wildbäche der Gemeinde traten aus dem Flußbett und überschwemmten die anliegenden Wiesen und Felder. In Baldramsdorf brachte der Bach die Schule und den Pfarrhof in Gefahr. Der Schulgarten wurde vernichtet. |
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| 1910 | Der Rinderbestand in unserer Gemeinde ist in erschreckender Weise von der Maul- und Klauenseuche befallen, berichtet die Schulchronik. Da die Bauern das Seuchenvieh verheimlichen, müssen die veterinärpolizeilichen Maßnahmen erzwungen werden. Die Schule ist deshalb vom 27. November bis 2. Jänner 1911 (volle 6 Wochen) gesperrt. |
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| 1930 | Münzfund in Gschieß: Im April wurde auf dem Besitz des Florian Ebenberger vlg. Gasteiger, bei Erdarbeiten ein Münzschatz gehoben. Die 3589 Silberstücke (aus der Zeit 1233) waren in einem ungefähr 25 cm hohen flaschenartigen Tongefäß derart gelagert, daß die 3 Silberbarren im Gewicht von 318.45 g, 214.62 g und 89 g obenauf zu liegen kamen. Der Schatz von Gschieß ist durch diese zum erstenmal in Kärnten beobachteten Barren von hohem wissenschaftlichen Interesse. |
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Anna Posch, Baldramsdorf
Kommentar
vor 1 Jahr 24 Wochen